Messerblock Test

7 Pflege-Tipps für Küchenmesser und Messerblock

Einige Regeln im Umgang und regelmäßige Pflege von Ihren Küchenmessern erhöhen deren Lebenszeit erheblich. Die folgenden sieben Tipps sorgen dafür, dass Sie länger Freude an Ihrem Messerblock-Set haben, wie unser Messerblock Test beweist.

1. Richtige Verwendung von Küchenmessern

Ganz gleich, wie scharf ein Küchenmesser ist, Sie sollten es keinem Stresstest unterziehen. Freilich sollten mit einem Küchenmesser nur Lebensmittel bearbeitet werden, doch bestimmte Kochzutaten setzen Ihrem Küchenmesser dennoch unnötig zu. Schneiden Sie weder gefrorene Lebensmittel, noch Knochen mit einem Küchenmesser. Tauen Sie stattdessen die Nahrungsmittel auf bzw. zerteilen Sie Tiefkühlware und Knochen mit einem Küchenbeil. Mit dünnen Fischgräten kann Ihr Küchenmesser in der Regel umgehen. Versuchen Sie jedoch nicht die Gräten zu schneiden, üben Sie lieber Druck auf die Klinge aus, um den Fisch zu durchtrennen.

2. Das richtige Schneidbrett

Immer häufiger findet man Schneidbretter aus Glas, Marmor oder Edelstahl im Handel. Sie wirken scheinbar hygienischer und halten so Einzug in immer mehr Küchen – mit fatalen Folgen für die Küchenmesser. Die harten Schneidbretter mit glatter Oberfläche machen Küchenmesser schneller stumpf als herkömmliche Bretter aus Holz oder Kunststoff. Was viele nicht wissen: Holzschneidbretter sind bei richtiger Pflege mindestens genauso hygienisch, denn die im Holz enthaltenen Gerbsäuren wirken antibakteriell. Sie sollten sich jedoch für unterschiedliche Zwecke separate Schneidbretter zulegen: eins für Obst und Gemüse und ein weiteres für Fisch und Fleisch. Um Risse im Holz zu vermeiden, sollten Sie die Schneidbretter regelmäßig mit ein wenig Speiseöl einreiben.

3. Die richtige Schnitttechnik

Beachten Sie: Verwenden Sie Chefmesser & Co niemals zum Hacken. Mit hochwertigen Küchenmessern schneidet man durch lockere, schwingende Bewegungen. Setzen Sie das Messer am vorderen Teil der Schneide auf und lassen Sie es behutsam heruntergleiten. So bearbeiten Sie Fleisch, Möhren und mehr nahezu so mühelos wie Butter. Um bereits mit der Bearbeitung die Steakqualität zu erhöhen, schneiden Sie Fleisch stets gegen die Fasern. Tipp: Nur scharfe Messer gleiten ohne Anstrengung durch Kochzutaten. Schärfen Sie daher regelmäßig Ihre Messer nach.

4. Messer richtig schärfen

Scharfe Messer erhöhen nicht nur den Schneidkomfort, sondern beugen auch Verletzungen vor. Mit der Zeit verliert jedoch jedes Küchenmesser an Schärfe. Oma hat früher Küchenmesser einfach mit der Unterseite eines Keramiktellers geschärft, doch diese Technik ist nur etwas für Geübte. Heutzutage gibt es bedienfreundliche und günstige Alternativen. Am gängigsten sind Schleifstäbe aus Metall, Keramik oder mit Diamantbeschichtung. Zum Schärfen setzen Sie das Messer etwa im 22-Grad-Winkel an und ziehen dann die Klinge über den Stab. Genauso verfahren Sie mit einem Schleifstein. Elektrische Schleifgeräte sind jedoch sicherlich die einfachste Methode zum Nachschärfen von Küchenmessern. Das Messer wird hier durch das Gerät gezogen – fertig.

5. Küchenmesser niemals in den Geschirrspüler

Salze und Säuren, sowohl von Speisen, als auch vom Geschirrspüler greifen Küchenmesser an und machen sie stumpf. Reinigen Sie daher Messer sofort nach Verwendung von Hand. Lassen Sie es nie lange in der feuchten Spüle liegen und geben Sie es vor allem niemals in den Geschirrspüler – das gilt auch für als “spülmaschinenfest” oder “rostfrei” deklarierte Küchenmesser. Denn der sogenannte Flugrost und Punktkorrosion machen auch vor diesen Messern nicht halt. Rostfreie Messer sind mit Chrom versetzt. An der Oberfläche bildet sich durch den Kontakt mit der Luft eine Schicht Chromoxid, die das Messer versiegelt. Manchmal wird diese Schicht leicht beschädigt, bildet sich aber unter trockenen Bedingungen wieder nach.

6. Die richtige Aufbewahrung

Lagern Sie Küchenmesser stets separat, um sie möglichst lang scharf zu halten. Messerkoffer sind die beste Aufbewahrung für hochwertige Küchenmesser und eignen sich zudem für den Transport. Für den Hausgebrauch erweist sich der Messerblock aus Holz als praktisch. Stecken Sie Messer niemals noch feucht in den Messerblock, um Schimmelbildung zu vermeiden. Ab und zu sollte ein Messerblock gereinigt werden. Mit einer Flaschenbürste oder einem Pfeifenreiniger bekommen Sie die Schlitze sauber. Benetzen Sie die Flaschenbürste bzw. den Pfeifenreiniger zuvor mit Essig oder Desinfektionsmittel, um die Reinigungswirkung zu erhöhen. Der Messerblock aus Holz sollte vollständig trocken sein, bevor Sie wieder Messer darin aufbewahren. Einen Messerblock aus Holz können Sie auch mithilfe des Backofens reinigen und von Schimmel befreien, sofern kein Kunststoff in den Messerblock eingearbeitet wurde. Nach ein bis zwei Stunden bei max. 80°C lassen sich noch vorhandene Schimmelspuren einfach lösen. Mehr Tipps gibt es im Messerblock Test.

7. Das ganze Küchenmesser pflegen

Vergessen Sie bei all der Klingenpflege nicht den Griff des Messers zu reinigen. Er gehört schließlich dazu! Vor allem Holzgriffe sollten regelmäßig mit etwas Speiseöl gepflegt werden, um Sie vor Nässe zu schützen.